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Millionär im Franchise

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Sonntag, 16.10.2016

Was der Franchisegeber macht

Ohne Geber gibt es kein Franchise. Der Franchisegeber ist der Vater eines Franchise-Systems und somit von der Geschäftsidee, von den Produkten, Ladengestaltung, Werbung bis hin zu den Schulungen der Franchisenehmer. Er hat seine Idee erfolgreich in Form von mindestens einem Pilotbetrieb umgesetzt und nimmt Franchising als Wachstum für seine Businessidee wahr. Mit den Erfahrungen aus dem ersten Betrieb hat der er das Franchise optimiert, Strukturen angepasst, IT eingeführt, Werbung verbessert und ggf. die Lieferanten ausgetauscht. Das Franchise-System beginnt zu atmen und zu leben. Bis ein Franchisegeber sein Franchise-System Franchisenehmern öffnet, vergehen daher oft 1-2 Jahre.
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Ab dem offiziellen Start wird die erfolgreiche und erprobte Geschäftsidee an Franchisenehmer in Form einer vertraglichen Lizenz an festgelegten Standorten zur Verfügung gestellt. Franchisegeber und Franchisenehmer unterzeichnen den so genannten Franchisevertrag. Der Franchisegeber gewährt dem Franchisenehmer gegen Gebühr das Recht ein Geschäft entsprechend seinem entwickelten Franchisekonzept zu betreiben. Geregelt werden die Verhältnisse detailliert im Franchisevertrag.

 

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" ... Wenn Sie sich als Gründer für ein Franchisesystem entschieden haben, arbeiten Sie meine Checklisten Punkt für Punkt ab und lassen Sie sich Ihre Fragen ausführlich vom Franchisegeber beantworten. Das ist Ihr gutes Recht im Rahmen der vorvertraglichen Aufklärungspflicht. Wenn Sie so vorbereitet als Franchisenehmer starten, an sich glauben, sich zusätzlich Fördermittel besorgen und meine Tipps eins zu eins und konsequent umsetzen, werden Sie mit dem Franchisesystem garantiert mehr Geld verdienen, als wenn Sie es auf eigene Faust versuchen. Unternehmer zu sein ist einfach schön, mit Partnern im Franchise noch schöner - glauben Sie mir! Als Franchisenehmer müssen Sie übrigens auch kein Jurist, Banker oder Literat werden, um den Businessplan bei der Bank für die Finanzierung durchzubekommen ..."

Erfolgreiche Franchisegeber

Die Zeitschrift 'impulse' führt regelmäßig Franchisegeber Rankings durch. Bei über 1.000 Franchisegebern in Deutschland ein Anhaltspunkt der Attraktivität und gut für das zukunftsgerichtete Markenimage des Franchisesystems. Dabei bewertete 'impulse' in den Segmenten Nachhaltigkeit des Franchisekonzepts, Nachhaltigkeit der Geschäftsidee und Dynamik der Franchiseidee und insgesamt 13 Kriterien wie Firmenalter, Partneranzahl, Verdienstchance, Wachstum, Vertrieb und Expansionschancen der Franchisegeber. Für jedes Kriterium kann eine Jury maximal zehn Punkte vergeben. Die Bewertung der Franchisegeber funktioniert anhand der ermittelten Angaben und der Expertise von zahlreichen Juroren. Im Jahr 2010 lagen die Franchisegeber McDonald's, Fressnapf und Town&Country Haus auf den vorderen drei Plätzen. Zur Spitzengruppe der Franchisegeber und deren Systeme gehören auch weiterhin die Backwerk, Burger King, Mrs. Sporty, Tee Gschwendner, Vom Fass, ReMax und Baby One.

 

1760 | neu Form Reformhaus
1604 | Vodafone
1311 | Pegastar
1302 | McDonald's
1061 | Studienkreis
1036 | Schülerhilfe
  950 | Kamps
  750 | Ballancer
  650 | Foto Quelle
  607 | Burger King
  560 | O2
  540 | Subway
  537 | DATAC
  500 | RENO
  445 | Sunpoint
  439 | Musikschule Fröhlich
  353 | Die Insolvenzhilfe

 

Wie werde ich Franchisegeber

Jeder kann natürlich auch sein eigenes Franchisesystem als Unternehmen gründen und damit quasi selber Franchisegeber werden und Franchising betreiben.  Aber das Geschäftskonzept sollte in mindestens einem Pilotbetrieb  des Unternehmens intensiv getestet und der Erfolg so nachgewiesen werden. In der Praxis muss ein Franchisegeber zudem über erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen verfügen, um sein eigenes Franchise aufzubauen und seine Marke bekannt zu machen. Damit scheidet der Start bspw. aus der Arbeitslosigkeit ohne Vorbereitung und ausreichenden Erfahrung quasi aus. Der Beginn als Franchisegeber sollte immer reiflich überlegt werden und nie ohne einen Franchiseberater umgesetzt werden, denn Franchisegeber tragen eine hohe Verantwortung für ihre Franchisenehmer.

 

Checkliste für Franchisegeber

 

Suche eines franchisefähigen Geschäftsmodells

Geschäftsideen mit Produktcharakter sind erfolgreicher als bspw. reines Dienstleistungsfranchise, weil das Know-how einfach schwer zu schützen ist. Wenn Sie die Liste der erfolgreichen Franchisegeber ansehen, so hat bspw. DATAC eine Buchhaltungssoftware als Kern Ihres Franchise, andere Franchise wie "neu Form" nutzen einfach den Einkaufsvorteil gegenüber dem einzelnen Reformhaus und Vodafone hat ebenso ein Produkt als Kern des Franchise. Insofern überlegen Sie, was der Kern Ihres Franchise sein soll und wie Sie bspw. ein Patent, Geschmacksmuster oder einfach einen Schutz durchsetzen können, der eine dauerhafte Bindung des Franchisenehmers an Ihr System sicherstellt. Ein Ausscheiden aus Ihrem Franchise muss für den Franchisenehmer gleichbedeutend mit dem Verlust der Geschäftsgrundlage sein.

 

Aufbau eines Pilotbetriebs

Der Aufbau eines Pilotbetriebs erfolgt oft dauerhaft und ist keine kurzfristige Geschichte. Hier werden neue Produkte, Abläufe und Prozesse und Verfahren getestet und dann bei allen Franchisenehmern eingeführt. Also ist ein Erstbetrieb eine Art von Forschungslabor vom Franchisegeber. Die Mitarbeiter sind festangestellt und der Unternehmer ist der Franchisegeber. Ich habe immer mit Interesse die Pilotbetriebe besucht, weil das ein Blick hinter die Kulissen war und dort die "neuen Produkte und Techniken" auf Ihren Start in der Praxis beim Nehmer gewartet haben.

 

Multiplikation eines erfolgreichen Pilotbetriebes

Um den Pilotbetrieb als Vertrieb zu multiplizieren, muss der künftige Franchisegeber in seiner Selbstständigkeit seine Geschäftsprozesse im Griff und dokumentiert haben und zwar so, dass der Franchisenehmer schnell und sicher das notwendige Know-how bekommt. Hierzu gibt es zahlreiche Franchisegeber-Tools aus der Learning Branche (Software), vom altbackenen Franchise-Handbuch bis zum Intranet, webbased Trainings, Webinare und Präsenztraining. Tools, um den Nehmern eines Franchisingsystems schnell und dauerhaft das Know-how zu vermitteln. Die Erfahrung zeigt, dass Franchisegeber zusätzlich ein Betreuungskonzept brauchen, um Franchisenehmer erfolgreich zu betreuen. Diese Aufgabe leisten meist sog. Expansionsmanager beim Franchisegeber.

 

Aufbau von Franchisenehmer Standorten

Das ist die wohl spannendste und schwierigste Aufgabe, wenn der Pilot erfolgreich war. Durch die Suche und Gewinnung von Franchisenehmern stellt der Franchisegeber sein Konzept auf eine breitere Grundlage. Das Ziel eines jeden Franchisegebers ist es hier, die Kosten der Systemzentrale schnell durch neue zahlende Franchisenehmer reinzuholen. Das bei der Akquise neuer Franchisenehmern oft die Qualität auf der Strecke bleibt, ist verständlich, aber tödlich für den Franchisegeber. Das Leistungspaket einer kompetenten Systemzentrale umfasst regelmäßig Finanzierungshilfen, Managementhilfen und Schulungsmaßnahmen und muss vom Franchisegeber natürlich bereits zum Start und im laufenden Betrieb auch bereitgehalten werden, wenn nur wenige Franchisenehmer im System sind.

 

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Verfügbare Vorlagen, Checklisten, Links (PDF):

- Vollmitgliedschaft Franchiseverband
- Zertifizierung Deutsche Ausgleichsbank


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Vorteile für Franchisegeber

Franchise bietet Franchisegebern eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit zur Expansion, da neue Standorte, Mitarbeiter, Warenlager, etc. durch den Franchisenehmer finanziert werden, vorausgesetzt er findet diese auch. Im Idealfall kann der Franchisegeber durch Franchise seine Expansionsgeschwindigkeit erheblich steigern. Die Nagelprobe kommt meist nach den ersten 12 Monaten. Wenn die finanziellen Reserven der Franchisenehmer aufgebraucht sind und die Franchisenehmer tatsächlich mit dem Geschäftsmodell des Franchisegebers Ihr Einkommen bestreiten müssen. Zwar trägt der Franchisegeber nur eingeschränkt Mitverantwortung für die Unternehmen der Franchisenehmer, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht. Das bringt aber alles nichts, wenn das Franchisesystem explodiert, weil die Franchisenehmer nicht mehr die monatlichen Gebühren bezahlen können. Durch die Selbstständigkeit der Franchisenehmer kann der Franchisegeber im Vergleich zu einem mitarbeiterbetriebenen Standort immer mit hohem Engagement seiner Franchisenehmer rechnen.

 

Nachteile für Franchisegeber

Einige Franchisegeber schauen mit einem traurigen Auge auf besonders erfolgreiche Franchisenehmer, da diese an  besonders lukrativen Standorten richtig Geld verdienen. Intelligente Franchisegeber haben mehrere Möglichkeiten, um hier mitzuverdienen. Ein weiterer Nachteil ist, dass wenn Franchisgeber bei der Auswahl von Franchisenehmern nicht aufpassen, das Image des Franchisesystems bzw. Gebers durch einzelne Franchisenehmer massiven Schaden nehmen kann. Wegen eingeschränkten Kontroll- und Gestaltungsmöglichkeiten ist der Franchisgeber im Notfall dann auch oft handlungsunfähig und quasi Außenstehender. Auch droht natürlich die Gefahr, dass besonders gute Franchisenehmer mit einer Kopie des eigenen Systems loslegen und sich mit dieser Idee eine Selbstständigkeit aufbauen, das ist ein weiterer nicht zu verachtender Nachteil.

 

Pflichten für Franchisegeber

Welche Rechte und Pflichten der Franchisegeber hat, hängt letztlich von der konkreten Gestaltung des Franchise-Vertrages ab. Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung des lassen sich die Verpflichtungen aus der neueren Rechtsprechung, den allgemeinen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), dem Handelsgesetzbuch (HGB), sowie den allgemeinen Grundsätzen von Treue und Glauben herleiten:

  • Vorvertragliche Aufklärungspflicht vor Unterzeichnung mit umfangreichen Aufklärungs-, Unterrichtungs- und Informationspflichten, die in ihrer Reichweite mit dem Recht des Unternehmenskaufs vergleichbar sind.
  • Einräumung der Nutzungsrechte am Franchise, den gewerblichen Schutzrechten (Marken, Gebrauchs- und Geschmacksmuster, Patente, Geschäftsbezeichnungen und Urheberrechte).
  • Übertragung des Know-hows gemäß Franchise-Gruppenfreistellungsverordnung (Franchise-GVO), insbesondere gewerbliche Erfahrungen, die technischen und kaufmännischen Fertigkeiten, Kenntnisse, Wissen und Praktiken des Franchisegeber.
  • Informationspflicht bezogen auf den Transfer des besonderen Know-hows durch regelmäßige Schulungen sowie mittels der Übergabe eines Franchise-Handbuches. Nach §86a HGB hat der Franchisegeber zudem umfangreiche Informationspflichten, nach denen dem Franchisenehmer alles mitgeteilt werden muss, was für diesen im Zusammenhang mit der Führung seines Franchisebetriebes notwendig ist.
  • Systemeingliederungspflicht, insbesondere Beratungs- und Unterstützungsleistungen vor Betriebseröffnung und auch während des Franchise-Verhältnisses.
  • Betriebsförderungspflicht, insbesondere alle Maßnahmen, die den Franchisenehmer während der Laufzeit des Franchise-Vertrages unterstützen. Hierzu gehören Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, Marketingmaßnahmen, die Durchführung von Werbekampagnen, die Pflicht alle Franchise-Nehmer des Systems gleich zu behandeln, sofern keine sachlichen Gründe für eine Ungleichbehandlung vorliegen (§ 20 Abs. 2 GWB (Gesetz gegen unerlaubten Wettbewerb)).
  • Konkurrenzschutzpflicht, die dem Franchisenehmer einen gewissen räumlichen Schutzbereich gewährleistet, in dem keine konkurrierenden Franchisenehmer angesiedelt werden dürfen.
  • Belieferungspflicht mit den Vertragsprodukten des Franchisegeber